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„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“ – 2.Korinther 13, 13 (Wochenspruch für Trinitatis)

Liebe Leserinnen und Leser!

Mit dem kirchlichen Fest „Trinitatis“ (30.05.2021) starten wir in die Zeit im Kirchenjahr, die bis in den November hinein die Sonntage bezeichnet. Wir glauben an Gott, den Vater, an Jesus Christus, seinen Sohn, und an den Heiligen Geist. Wir sind auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft. Aber der „Tag der heiligen Dreieinigkeit“, das Trinitatisfest, hat in unserem Leben kaum eine Bedeutung. Es wurde auch verhältnismäßig spät in den kirchlichen Festkalender aufgenommen – endgültig erst im römischen Messbuch von 1570 –, dann aber auch nur gleichsam als Anhängsel an die Pfingstwoche.

trinitatis21Kann sich heute überhaupt noch jemand wirklich vorstellen, dass in den ersten Jahrhunderten der Kirche über die Dreieinigkeit Gottes leidenschaftlich gestritten wurde, so sehr, dass der jeweilige Gegner mit Gewalt verfolgt, manche sogar um ihr Leben fürchten mussten? Heute scheint das Thema Dreieinigkeit dagegen doch eher ein Randthema zu sein. Und sich darüber weitergehende Gedanken zu machen, ist dann doch eher Sache der Theologen als Sache der einfachen Gläubigen, oder?

Ich meine: Nein. Ich glaube, es ist bis heute wichtig, dass Gott ein dreieiniger Gott ist. Gott handelt weder einseitig noch eindimensional. Auf viele überraschende Weisen begegnet uns Gott – mindestens aber doch auf dreifache Weise:

1. In den Wundern der Erde und des Weltalls können wir staunend die Schöpfermacht Gottes des Vaters erkennen. Er ist Herr und König, seine Größe ist unausforschlich. Die Welt, die er geschaffen hat, trägt genug, um uns zu ernähren: „Er sättigt alles, was da lebt, mit Wohlgefallen“. (Psalm 145,16)

2. Gott ist nicht fern von uns im Himmel geblieben. In Jesus Christus ist er Mensch geworden, kommt uns ganz nahe, stützt die, die gefallen sind und wendet sich vor allem den Verlorenen zu.

3. Als Heiliger Geist schenkt er uns Gewissheit im Glauben, lässt uns immer wieder seine Gnade und Barmherzigkeit spüren.

Wir Menschen sind ihm offenbar so wichtig, dass er nicht nur auf eine einzige Weise versucht, sich uns zu nahen. Ob es die Wunder der Schöpfung sind oder die Gewissheit, durch Jesus geliebt zu sein, oder die wunderbare Erfahrung – die niemand selbst machen kann, sondern die einem durch den Heiligen Geist geschenkt wird –, Trost zu finden und gnädiges Getragensein zu spüren.

Immer wieder neu will Gott uns begegnen. Nichts lässt er unversucht, liebevoll um uns zu werben, um endlich das Ja des Glaubens als Antwort von uns zu erhalten.

Bleiben Sie behütet!

Das wünscht von Herzen Ihre Pfarrerin E. Richter