• IMG_4650-slider.jpg
  • IMG_4666-slider.jpg
  • IMG_4696-silder.jpg
  • IMG_4699-slider.jpg
  • IMG_4727-slider.jpg
  • IMG_4744-slider.jpg
  • IMG_4783-slider.jpg
  • IMG_4818-slider.jpg
  • IMG_4837-slider.jpg
  • IMG_4868-slider.jpg

„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! … Wer ist der König der Ehre? Es ist der Herr Zebaoth; er ist der König der Ehre.“ – Psalm 24

Liebe Leserinnen und Leser!

kerzen20Damit also beginnt die Adventszeit, mit dem Öffnen der Tür. Die Kinder wissen es und machen uns schon darauf aufmerksam. Tag für Tag. Bis zum Heiligen Abend, den sie kaum abwarten können. Warten wir darauf, dass Türen hoch gemacht und Tore weit aufgemacht werden? Warten – was ist das? Ist es dies: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, zum Einkauf sind wir kampfbereit!?“ Wenn man sieht, was in der letzten Woche des Kirchenjahres, der Woche nach dem Ewigkeitssonntag (oder Totensonntag) schon los ist in den Geschäften, kann man den Eindruck haben: Keiner kann mehr warten bis zum 1. Advent (Lebkuchen und Weihnachtsmänner aus Schokolade wandern teilweise bereits im September in die Einkaufskörbe!). 

Warten – warum denn? Warten – auf wen denn? Haben wir Christen der allgemeinen Hektik etwas entgegenzusetzen? Natürlich können wir nachdenken über das erste Lied im Gesangbuch, immer wieder nachdenken und es singen. Und wir können den Menschen sagen: „Darauf kommt es an: Wir warten auf den, der kommt als `Herr der Herrlichkeit`, als `Helfer`, als `König aller Königreich`.“ Aber hilft das allein? 

Wir müssen auch in diesem Jahr in der Adventszeit wieder sagen, warum wir auf den Herrn warten. Und wir müssen erzählen, wie uns dieser Herr geholfen hat in unserem Leben. Solches Erzählen, ganz persönlich, ist oft am überzeugendsten. Und vielleicht nehmen Zuhörer uns dann ab, dass der Herr, auf den wir warten, auch die Macht hat, den Streit in der Welt zu beenden. Adventszeit, das ist auch die Zeit, in der wir die Aktion „Brot für die Welt“ wieder eröffnen und um Spenden bitten gegen den Hunger und die Ungerechtigkeit in der Welt. Solche praktische Hilfe wird weitgehend anerkannt, auch von Leuten, die der Kirche und dem Glauben fernstehen. Wir Christen brauchen aber gerade an diesem Punkt unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Wir können und müssen deutlich machen, warum wir uns für diese Hilfsaktion einsetzen: Weil es unser Beitrag dazu ist, dafür zu sorgen, dass der König der Ehre, der Herr Zebaoth einziehen kann in unsere Welt. Im Adventslied steht am Schluss die Bitte: „Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.“ Das ist Advent. 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit, Ihre Pfarrerin E. Richter.