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glaube19„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ – Markus 9,24 (Lehrtext für den 01.02.)

Liebe Leserinnen und Leser!

Laut schreit er seine Not hinaus. Was hat dieser Vater schon alles mitgemacht mit seinem schwer kranken Kind: von klein auf diese epileptischen Anfälle! Als Eltern dabeistehen und zusehen müssen und nicht helfen können – das war das Schlimmste. Wie viele Ärzte hatte er aufgesucht. Niemand konnte helfen. Und die Jünger von Jesus, auf die er jetzt seine Hoffnung gesetzt hatte, waren auch ohnmächtig. Sie konnten seinem Sohn nicht helfen. Es war zum Verzweifeln! Nun steht er vor Jesus und klagt ihm sein Leid. Ob dieser etwas für ihn tun kann? Der Vater gibt nicht auf: „Wenn Du etwas kannst, dann hilf uns!“ Jesus reagiert anders als erwartet. Er schaut zunächst gar nicht nach dem Kind. Der Vater ist es, der zuerst seine Hilfe braucht. Er traut zwar Jesus einiges zu, aber die Angst ist da, Jesus könnte versagen: „Wenn Du etwas kannst…“. Im „Wenn“ steckt seine Angst.

Im „Wenn“ steckt das Misstrauen, das Jesus einschränkt auf menschliche Möglichkeiten. Im „Wenn“ steckt der Zweifel, die Macht von Jesus könnte nicht ausreichen. Das deckt ihm Jesus auf. Was soll der Vater tun? Seine Angst, sein Misstrauen, seine Zweifel verdrängen? Er kann diese Gedanken nicht einfach über Bord werfen. So wirft er sie Jesus vor die Füße. Jetzt bittet er nicht für seinen Jungen. Er ist es, der die Hilfe von Jesus braucht: „Ich möchte Dir ja glauben. Aber ich bin unfähig dazu. Du musst mir helfen, mich heilen von meinem Unglauben!“

Wenn wir Jesus einlassen in die Not unseres Nicht-Glauben-Könnens, wird er uns zu dem Vertrauen helfen, das ihm alles zutraut: Gott kann!

Ich wünsche Ihnen Vertrauen in Gottes Geleit auf unseren Wegen!

Ihre Pfarrerin E. Richter