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„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ – Lukas 21,28

Liebe Leserinnen und Leser!

FUNDUS 1044 webNun sind wir schon wieder im Advent gelandet. Der Wochenspruch für die 2. Adventswoche klingt tröstlich und adventlich. Doch sehen wir auf den Zusammenhang, dann können wir einen gehörigen Schreck bekommen. Von der Endzeit ist die Rede, und die verbinden wir nicht mit dem Advent. Obwohl – Advent ist Ankunft; und Jesus hat seine Wiederkunft versprochen. Da beginnt die Endzeit, und es kommt nicht nur das niedliche Kind in der Krippe, da kommt der Weltenrichter. Er kommt, will aber nicht nur Angst und Schrecken im Gericht verbreiten. Er will die Verkrümmten und Niedergeschlagenen aufrichten. Er bringt Gerechtigkeit in die Welt und wird den Tod und die Gewalt des Bösen besiegen. Darum ermutigt Jesus seine Jünger aufzusehen. Sie sollen die Köpfe erheben, weil sich der Erlöser naht.

Was Martin Luther mit „seht“ übersetzt hat, heißt wörtlich „richtet euch auf“. Wer krank und verkrümmt, von Sorgen oder Schuld niedergedrückt war, dessen Fesseln und Beschwernisse fallen von ihm ab. Die Menschen müssen sich nicht sorgen, sie werden die Zeichen der Hoffnung erkennen. Dann haben sie den Mut und die Kraft, erhobenen Hauptes ihrem Erlöser entgegenzugehen. Von dieser Hoffnung auf Heil in heilloser Zeit spricht der Wochenspruch. Für diese Hoffnung lohnt es sich, sich alle Jahre wieder bereit zu machen, die Kerzen anzuzünden und auf Weihnachten zuzugehen. Denn nichts bleibt, wie es war, weil der Herr der Welt lebt und als Erlöser kommt. Dann wird sich zeigen, wer das letzte Wort behält. Nicht das Böse, sondern das Gute; nicht der Hass, sondern die Liebe; nicht der Tod, sondern das Leben. Jesus hat diese Hoffnung mit seinem Tod und seiner Auferstehung schon begründet. Zwar ist er nicht mehr körperlich bei seinen Jüngern, aber er lebt nach seiner Himmelfahrt in der jenseitigen Welt und ist im Geist mit den Gläubigen verbunden. Das meint Paulus, wenn er sagt: „Nicht ich lebe, sondern Christus in mir“ (Galater 2, 20). Jesus, der bis ans Ende der Tage bei uns ist, wird als Retter und Erlöser kommen und die Menschen befreien.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie erhobenen Hauptes durch diese Adventszeit gehen können voller Vorfreude auf das Kommen unseres Erlösers!

Ihre Pfarrerin E. Richter