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geburt19„Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“ – Sacharja 9,9 (Wochenspruch zum 1. Advent)

Liebe Leserinnen und Leser!

Noch klarer geht es wohl kaum, denke ich. Eine deutliche Ansage steht am Beginn der Adventszeit und bereitet uns auf das bevorstehende Fest vor. „Siehe, dein König kommt.“ Er, der Heil bringt, unser Heiland kommt!

Mitten in mein Leben kommt er. Mit seiner Hilfe, mit seiner Gerechtigkeit. Mitten in meinen geschäftigen, manchmal trostlosen, manchmal auch angstvollen Alltag kommt er. Er wird teilnehmen, teilhaben; unerwartet, sogar ungebeten. Es ist ja nicht so, dass er immer willkommen ist. Vieles ist so eingerichtet im Leben, dass zwar auf ihn gewartet, aber gar nicht mehr mit ihm gerechnet wird. Dass er zwar dabei sein soll, aber überhaupt nicht stören darf. Die Türen mögen hoch sein und die Tore weit (Psalm 24), aber wenn er dann hindurch geht wie selbstverständlich, dann stört er mehr und wird zur Seite geschoben und geflissentlich übersehen neben all den Plätzchen, Glühweinbechern, „Vor-Geschenken“, Weihnachtsschmuck und -bäumen, Märkten und Weihnachtstrubel bereits lange vor der Adventszeit.

Und doch kommt er, mitten in mein Leben. Nicht als Erfüllung meiner Wünsche kommt er, sondern mit seiner Hilfe und mit seiner Gerechtigkeit. Das muss ich wissen, wenn ich auf ihn warte und mich nach ihm sehne und ihn erkennen will. Er kommt auf seine Weise. Als eine Bitte anderer Menschen kann er kommen, die meine Pläne durcheinander bringt. Als eine Frage kann er kommen, eine Unruhe, als ein Erschrecken über meine Selbstverständlichkeiten. Als eine Gewissheit kommt er, dass ich geliebt bin oder gebraucht werde in den Nöten der Welt. Ganz gleich, wie er mir begegnet mitten in meinem Leben, immer bringt er Heil, auch wenn ich das erst gar nicht sehen will oder kann. Er stört mich oder zeigt mir einen Weg oder bietet mir die Hand. Er überlässt mich nicht mir selber. Und damit beginnt mein Heil.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

Ihre Pfarrerin E. Richter