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Herzlich willkommen im Evangelischen Pfarrbereich Sprotta

Sie ist zweifelsohne in die Jahre gekommen – die Kirchenorgel in Laußig. Bespielbar ist sie schon lange nicht mehr, aber auch der optische Eindruck ist nicht der Beste. Artur Cachey (71) will das ändern, wie er schon so viel in den vergangenen Jahren als Kirchenmann angepackt hat. Es ist ein verregneter Nachmittag, als Artur Cachey mit einem Eimer über den Friedhof in Laußig läuft und Rasensamen breit streut. „Der wächst jetzt gut an“, sagt der 71-Jährige, der sich seit vielen Jahren ehrenamtlich um Friedhof und Kirche kümmert.

 

Garten der Erinnerung
Viel ist in den vergangenen zehn Jahren durch sein Dazutun rings um das Gotteshaus entstanden. Ein Unterstand für die Wasserpumpe wurde gebaut, Leitungen waren erneuert worden. Am Eingang zur Kirche wurde die Fläche gepflastert, eine neue Friedhofsmauer gebaut, Sitzbänke aufgestellt und ein Abschnitt für einen Garten geschaffen, in dem Stelen an die Toten erinnern. Ein Memoriam-Garten ist das, ein Ort der Ruhe und Erinnerung.

laussig 090619bStelen mit Namen
Die Urnengrabanlage ist pflegeleicht. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diese Form der Bestattung. Deshalb hatte sich der Gemeindekirchenrat schon vor längerer Zeit entschieden, den Memoriam-Garten anzulegen. Dieser ist nicht gleichzusetzen mit der bekannten „Grünen Wiese“, die es außerdem auf dem Friedhof gibt. Markante Stelen sind der Unterschied, davor auf Wunsch kleine Blumenflächen. Und jeder Verstorbene wird bei seinem Namen genannt.

Neue Urnengrabanlagen
Seit neuestem gibt es eine weitere Form einer Urnengrabanlage, die als Rondell gestaltet ist. In der Mitte wachsen Blumen und ein Baum. Die einzelnen Grabstellen sind umgeben von kleinen Buchsbäumen. In der einen Anlage, die vor drei Jahren entstand, fanden bereits zwölf Menschen ihre letzte Ruhe, in der zweiten – neu ab diesem Jahr – sind zwei Urnengräber bereits belegt. Alles sieht gepflegt aus. Das ist Artur Cachey wichtig. Die Pflege übernimmt die Kirchgemeinde. Denn vielfach können es die Hinterbliebenen nicht. Entweder weil sie selber zu alt sind oder nicht mehr in der Gemeinde leben.

Friedhofsunterhaltungsgebühr steigt
Wie Artur Cachey sagte, muss die Kirchgemeinde nunmehr auch die Friedhofsunterhaltungsgebühr von fünf auf zehn Euro anheben. Eine Satzungsänderung ist geplant. Immerhin gebe es 200 Gräber auf dem Friedhof, 80 davon seien pflegefrei. „Mit der jetzigen Gebühr ist das auf Dauer nicht mehr zu stemmen“, weiß er.

Pläne für Orgel und Taufstein
Pläne hat der agile Senior auch für den Innenbereich der Kirche. „Die ganze Orgel ist kaputt und schon lange nicht mehr bespielbar“, bedauert er. Doch zunächst soll die Königin der Instrumente von außen restauriert werden. Allein dies würde rund 8000 Euro kosten. „Die Orgel soll wieder optisch einen wunderbaren Anblick bekommen.“ Die Komplettsanierung würde mit 35 000 Euro zu Buche schlagen, was aber absolute Zukunftsmusik ist. Zudem müsste der Taufstein erneuert werden. Auch da müssen die Profis ran.
Artur Cachey hofft, dass die Spendenbreitschaft der Laußiger und vieler Unternehmen, die sich seither für Kirche und Friedhof engagiert haben, weiter anhält. Denn einzig dadurch konnte in den vergangenen Jahren vieles auf Vordermann gebracht werden, wofür der Kirchenälteste besonders dankbar ist.
Quelle: LVZ | 09.06.2019 | Nico Fliegner